Mac oder PC fürs Schreiben?

Obwohl ich ein Computerfan bin, war ich immer zu geizig, mehr als 1000 Euro für Hardware auszugeben, egal wie gut sie theoretisch sein mochte. Das hat sich dieses Jahr geändert. Von meinem letzten Windows-Laptop war ich ziemlich enttäuscht. Nach drei Jahren hielt der Akku noch höchstens zwei Stunden.

Obwohl ich ein Computerfan bin, war ich immer zu geizig, mehr als 1000 Euro für einen Computer auszugeben, egal wie gut er war. Das hat sich dieses Jahr geändert. Von meinem letzten Windows-Laptop war ich ziemlich enttäuscht. Nach drei Jahren hielt der Akku noch höchstens zwei Stunden. Außerdem gab es einige Dinge, die mich an der Hardware und Software genervt haben. Die Lobeshymnen auf die aktuellen Apple-Laptops waren mir nicht entgangen. Ich beschloss, dass es Zeit für etwas Neues war.

Außerdem gab es einige Dinge, die mich an der Hardware und Software genervt haben. Die Lobeshymnen auf die aktuellen Apple-Laptops waren mir nicht entgangen. Ich beschloss, dass es Zeit für etwas Neues war.

Ich habe mein MacBook Air M1 jetzt noch nicht besonders lange, aber es gibt schon etliche Dinge, die mir aufgefallen sind:

macOS hat praktische Tastaturkürzel für deutsche Sonderzeichen

Wer hätte das gedacht? Unter macOS gibt es sehr nützliche Tastaturkürzel für Anführungszeichen und Gedankenstriche. Das sind unter anderem Option + ^, Shift-Option + ^ und Option + -. Unter Windows muss man sich dafür einige Codes merken, die mit gedrückter ALT-Taste eingegeben werden. Ein Beispiel ist ALT + 150 für einen Gedankenstrich.

Allerdings funktionieren die ALT-Codes nur mit den Zahlen des Ziffernblocks. Viele Tastaturen für Windows haben keinen Ziffernblock, simulieren ihn aber per Extrataste. Manche Tastaturen und Laptops haben überhaupt keine Ziffernblock-Funktionalität mehr.

Alternativ kann man natürlich alles in Word tippen und dann dorthin kopieren, wo man es benötigt. Wie nervig das ist, wissen wir alle. Ein echter Pluspunkt für macOS, wenn ihr mich fragt.

Apple Pages kann eine Menge und ist offenbar idiotensicher

Für eine mitgelieferte Software hat mich Apple Pages wirklich überrascht. Mit diesem Tutorial habe ich alle meine drei E-Books damit erstellt und exportiert. Ich erinnere mich noch mit Grauen an Open-Source-Programme wie etwa Calibre, mit denen ich unter Windows herumexperimentiert habe. Wie oft ich mir damit beim Export Buchpassagen zerschossen und verschoben habe, ging auf keine Kuhhaut. Mit dem doch ziemlich langen Manuskript von „Herr Kühne macht blau“ währe das ein echter Alptraum gewesen. Für meine Belange ist das ein echter Vorteil von macOS.

Microsoft Word für macOS kommt nicht an die Windows-Version heran

Microsoft Word unter macOS sieht auf den ersten Blick sehr ähnlich aus, ist aber definitiv nicht so gut wie unter Windows. Zuerst fiel mir das etwas fummelige Handling der Seitenleiste für die Suchfunktion auf. Ich musste sie immer wieder erst mühsam aktivieren. Dafür musste ich auf ein winziges Icon in der Such-Dialogbox klicken. Dann wurde ein Drop-down-Menü angezeigt, auf das ich wieder klicken musste.

Hat man das automatische Speichern auf OneDrive aktiviert und die Internetverbindung ist suboptimal, stürzt Word auch mal gerne im Sekundentakt ab. Ich habe dadurch auch schon etwas Arbeit verloren. Mein Tipp: Besser das automatische Speichern deaktivieren, bis die Internetverbindung sich bessert.

Keine Zwischenablagen-Historie in macOS

Im Gegensatz zu Windows kann sich die Zwischenablage unter macOS nicht mehrere Einträge „merken“. Wer dieses Feature auch hier haben möchte, muss es mit einem Drittprogramm nachrüsten – was bekanntermaßen oft problematisch sein kann. Zugegebenermaßen hat Windows dieses sehr nützliche Feature erst seit Windows 10. Ein Äquivalent in macOS in zukünftigen Versionen würde ich wirklich begrüßen.

Windows kam besser mit meinem Wacom-Grafiktablett zurecht

Vor ein paar Monaten habe ich endlich angefangen, auch digital zu zeichnen. Dafür habe ich ein älteres Wacom-Intuos-Grafiktablett, das unter Windows immer sehr rund lief. Unter macOS hakt der Stift allerdings immer wieder. Manchmal stürzt der Treiber auch komplett ab und muss neu gestartet werden. Das passiert natürlich immer im ungünstigsten Moment.

Auch Krita, das Programm, das ich dafür benutze, lief unter Windows etwas flüssiger. Lässt man Krita auf meinem MacBook länger im Hintergrund laufen, kommt es immer wieder zu Grafikfehlern in der Benutzeroberfläche. Allgemein gilt macOS ja als das Betriebssystem für Grafiker schlechthin. Für mich persönlich hat sich das leider noch nicht bewahrheitet.

Acer TravelMate für 300 Euro als Reisevertretung

Ich gebe allerdings eins zu: Ich war ein paar Tage mit meiner Mutter in Paris und habe mich nicht getraut, das MacBook mitzunehmen. Stattdessen hatte ich meinen schrottigen Convertible-Laptop von Acer dabei. Käme er mir abhanden, könnte ich es definitiv verschmerzen. Er ist schwer, klobig und schrecklich langsam.

Was ist eure Meinung zu Mac vs. Windows zum Schreiben?

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