Bücher

Herr Kühne macht blau

Der Roman „Herr Kühne macht blau“ von Johannes Schaack

Erhältlich als E-Book bei Amazon.

„Bei Flugverspätung Reinkarnation“ liest Herr Kühne eines Tages in der Mittagspause auf seinem Computerbildschirm, obwohl dort eigentlich „Bei Flugverspätung Reklamation“ geschrieben steht.
Zunächst schenkt er seinem scheinbar harmlosen Verleser keine große Beachtung, bis er ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Herr Kühne ist überzeugt, dass ihm das Universum ein Zeichen gegeben hat und ihm einen Ausweg aus seinem tristen und festgefahrenen Leben in Aussicht stellt.
Herr Kühne unternimmt erste Versuche, das zu bekommen, was ihm zuzustehen scheint. Diese scheitern allesamt. Ein kurioser Zufall mit einem vertauschten Autorenfoto unter einem seiner Artikel ermutigt ihn, nicht aufzugeben. Ein gewisser Herr Dr. Streichert – angeblich ehemaliger BND-Agent –, verspricht, ihm dabei zu helfen.
Herr Kühne lässt sich krankschreiben und steigt an einem kalten Donnerstagmorgen in Herrn Dr. Streicherts alten Toyota mit gefälschten Papieren und einem kitschigen Familienfoto am Armaturenbrett. Was folgt, ist der ungewöhnlichste und turbulenteste Dezember in Herrn Kühnes Leben.

Inspiriert von Haruki Murakami und den zahllosen Creepypasta-Storys und Urban Legends, die man im Internet findet. Auch die Storys diverser Computerspiele, die mich damals fazinierten, dürften Spuren hinterlassen haben. Und ich gebe es zu: Den verhängnisvollen Verleser, der die Handlung ins Rollen bringt, hatte ich selbst.

Flimmerhimmel

Der Roman „Flimmerhimmel“ von Johannes Schaack

Erhältlich als E-Book bei Amazon.

Steffen ist Anfang 20 und weiß nicht recht, was er mit sich und seinem Leben anfangen soll. Jede freie Minute verbringt er im Chatroom der „Digitalen Erben Chomsky’s“ mit drei Freunden, denen es offenbar ähnlich geht. Dumm nur, dass „Flimmerhimmel“ Ende der Nullerjahre spielt – und Internetsucht und Digital Detox noch kaum ein Thema sind.

So muss Steffen am eigenen Leib erfahren, dass das Internet als Rückzugsort in schwierigen Zeiten nur bedingt geeignet ist. Und er muss lernen, dass Freundschaften, die man im Internet schließt, nicht unbedingt echte Freundschaften sind. Das erste Treffen der „Erben“ im wirklichen Leben endet in einem Desaster. Steffen steigt aus den „Erben“ aus und lässt sich gehen. Und dann ist da noch die Sache mit Eva, die seit Wochen wie vom Erdboden verschluckt ist …

Inspiriert von „Die Widmung“ von Botho Strauß, dem Anime „Welcome to the NHK“ und vielem mehr, an das ich mich nicht mehr erinnern kann. Der Protagonist heißt so, weil Steffen zu meiner Schulzeit vorübergehend der häufigste Jungenname in meinem Jahrgang war.

Waldläufer

Die Erzählung „Waldläufer“ von Johannes Schaack

Erhältlich als E-Book bei Amazon.

Michael Beuckmann, Anfang 30, erlebt einen Montagmorgen, wie man ihn seinem ärgsten Feind nicht wünschen würde. Schlimm genug, dass seine Freundin Käthe ihn am Freitagabend komplett bloßgestellt hat und ihn seitdem mit absoluter Funkstille straft. Zu allem Überfluss stellt sich auch noch heraus, dass sein ehemaliger Schulkamerad Sebastian daran nicht ganz unschuldig ist.

Dass Michael nach einer durchwachten Nacht im Zug Richtung Büro einnickt, ist nicht verwunderlich. Dass er sich nach einem äußerst merkwürdigen Traum irgendwo im Nirgendwo wiederfindet, schon eher. Michael stößt auf einen Wald mit seltsamen Bewohnern. Als am seltsamsten entpuppt sich die geheimnisvolle Eva, die ihm ordentlich den Kopf verdreht. Michael beginnt allmählich zu zweifeln, ob er wirklich in seinen tristen Alltag zurückkehren will. Doch plötzlich erscheint ein mysteriöser Dieb auf der Bildfläche, der es auf die persönlichsten Gegenstände seiner Opfer abgesehen hat …

Wohl am meisten inspiriert von dem Roman „Der junge Mann“ von Botho Strauß. Mit der Arbeit an „Waldläufer“ begann ich bereits als Student und der Anfang des Kapitels „Der Acker“ war zuerst fertig.